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Facebook: Logged in

Als Facebook am 21. Juli diesen Jahres eröffnete, dass man mit dem sozialen Netzwerk inzwischen die 500 Millionen User-Schwelle (11 Mio Deutsche) erreicht hat, demonstrierte man nicht nur, dass man Geschichte schreiben kann, sondern auch, dass sich die Mediennutzung heute auf einer anderen Ebene bewegt. Wenn eine halbe Milliarde User plötzlich auf einen weißen Bildschirm ohne Likes, Status-Updates und FarmVille-Benachrichtigungen, dass Weizen vertrocknet ist, starren muss, dann

kommt es zu einem Raunen in der Online-Welt (vgl. Twitter, ZDnet, Basic Thinking, FacebookMarketing). Facebooks Stellungnahme hat nicht lange auf sich warten lassen. Dass Facebook so sehr in den Mittelpunkt der Berichterstattung rücken konnte, demonstriert auch die Dominanz des sozialen Netzwerks. Facebook generiert inzwischen einen sehr hohen Nachrichtenwert , was unter anderem darin begründet liegt, dass die Plattform mit Mark Zuckerberg eine Bezugsperson Galionsfigur aufgestellt hat, auf die sich die Medienwelt stürzen kann. Personalisierung ist eine mediale Tendenz. Die Nachrichten werden dadurch auch eindeutiger und überschaubarer, was ihrem Nachrichtenwert zusätzlich entgegen kommt.

Trotz Datenschutzdebatten und Privatsphäre-Einschränkungen scheint dem Erfolg Facebooks nichts den Wind aus den Segeln zu nehmen. Dies mag vor allem auch darin begründet liegen, dass es einen Mangel an Alternativen gibt. Kritisch beäugt wird diese Entwicklung von Josh Schaub, der mit seinem wunderbaren Film logged in aufzeigen möchte, dass Menschen Gefahr laufen, immer mehr den Bezug zur Realität zu verlieren, um sich in virtuelle Welten flüchten.

Quelle Foto:

  • Josh Schaub (2010): Logged in. URL: http://vimeo.com/12176420 (Min 00:40).

2 Gedanken zu „Facebook: Logged in“

  1. Das wollte ich damit ursprünglich aus ausdrücken – Facebook hat keinen “gleichwertigen” Konkurrenten. Von einem Funktionsumfang, den Facebook seinen Usern anbietet, können die anderen sozialen Netzwerke nur träumen, selbst wenn sich einige gezielt der Übersichtlichkeit verschrieben haben (VZ) um am Ende doch eine Startseite ins Rennen zu schicken, die daherkommt wie eine unaufgeräumte Studentenbude. Und auch der jüngst gepriesene Versuch “Diaspora” scheint seinen Erwartungen nicht gerecht zu werden: http://facebookmarketing.de/allgemeines/diaspora-ist-keine-facebook-alternative

    Kurzum, Facebook weiß ganz genau, wie sie es schaffen, ihre Marktstellung Stück für Stück auszubauen, mit Facebook Places, dem Like-Button und und und werden Tools entwickelt, die unsere Art der Kommunikation verändern werden, da somit vieles einfacher gemacht wird.

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