In der jĂŒngsten Vergangenheit war unsere Gesellschaft immer und immer wieder konfrontiert mit Krisen verheerenden AusmaĂes. Krisen können von enormer Durchschlagskraft sein und haben das Potenzial, die Existenz einer Organisation maĂgebend zu bedrohen. Daher greifen viele Organisationen auf Krisenmanagement- und Krisenkommunikationabteilungen als erfolgreiches Instrument zur Schadensbegrenzung zurĂŒck. Timothy Coombs formulierte 2009 auf der Crisis Communication Conference in Ilmenau spitz:
“At its heart, crisis management is about making the world a safer place” (Timothy Coombs).
Im Prinzip liegt darin auch die Anziehungskraft, die dieses Thema auf Christopher und mich von Beginn an unseres Studiums an der UniversitĂ€t Bamberg ausĂŒbte. Krisenmanagement als Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle von Vorbeugung, Vorbereitung, BewĂ€ltigung und Nachbereitung einer Krise (vgl. Fearn-Banks 2007: 9) kann gut durchdacht dazu beitragen, sowohl Organisationen als auch deren Stakeholder zu schĂŒtzen.
Wie viele anderen Sozialwissenschaften hat auch das Forschungsfeld der Kommunikation eine lange Tradition mit etlichen Theorien und AnsĂ€tzen. Die Krisenkommunikation im Speziellen ist jedoch eine noch recht junge Disziplin, die erst Mitte der 1980er Jahre ins Blickfeld geraten ist. So ist zu beobachten, dass die bislang zu findende Krisenliteratur maĂgeblich darauf abzielt, Organisationen âwenn-dann-Lösungenâ an die Hand zu geben, wie in einem speziellen Krisenfall bzw. schon im Vorhinein der Krise zu handeln sei. Die Auseinandersetzung mit Krisen bietet somit noch viel Platz fĂŒr weitere ForschungsanstöĂe.
Indem wir auf Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme aufbauen und Krisenkommunikation und Krisenmanagement aus einer darauf basierenden, kommunikationszentrierten Perspektive betrachten, möchten wir mit unserer Masterarbeit Organisationen eine Perspektive aufzeigen, Krisen besser zu bewÀltigen, indem der Natur und Dynamik von Krisen sowie der PfadabhÀngigkeit von Entscheidungen mehr VerstÀndnis entgegengebracht wird.
Jedoch sind wir noch lange nicht durch das ganze Dickicht an Literatur und bisheriger Forschung durch, aber der Startschuss ist gefallen und die ersten Worte zu Papier gebracht. Wer Interesse an unserer Masterarbeit hat, kann sich hier das ExposĂ© durchlesen und ist gerne dazu eingeladen, hier zu kommentieren, kritisieren oder DenkanstöĂe zu liefern.
Christopher RĂŒhl & Philipp Quanz
Quellen:
- Fearn-Banks, K. (2007): Crisis Communications. A Casebook Approach. Mahwah, New Jersey, London: Lawrence Erlbaum Associates.

Da habt ihr euch ja was vorgenommen! Klingt sehr spannend aber auch extrem anspruchsvoll! Sehr cool, dass ihr euer Exposé online gestellt habt, werd ich mir gleich mal in Ruhe durchlesen ;)
Und ein groĂes Lob an den Blog; sehr schönes Layout und cooler Name!! :)
Das ist echt heftig, aber sehr interessant…wĂŒnsch euch gutes Gelingen!
@ Sophia: Danke fĂŒr die lobenden Worte.
@ Sophia & Gunnar: DafĂŒr können wir zu zweit schreiben, wenn der eine an Luhmann und der andere an Weick scheitert, können wir uns gegenseitig aus dem Sumpf wieder herausziehen. Im Moment ist es aber noch der LiteraturĂŒberblick, der uns zu Schaffen macht.
hallo philipp! ich bin vom institut fĂŒr kommwiss in wien und hab eure masterarbeit im inet gefunden, sehr interessant! hat denn alles funktioniert, kann man das ergebnis irgendwo lesen?